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Wiegand SoRo Drucken E-Mail
Montag, 8. Januar 2007

Fahrbahn

Grundlage der Wiegand-Sommerrodelbahnen ist eine Edelstahlrinne, in der die Schlitten frei fahren. Die Rinne hat ein ständiges Gefälle, so dass die Schlitten nur von der Schwerkraft getrieben die Strecke bewältigen. In den Kurven ist diese Rinne höhergezogen, um auch hohe Kurvengeschwindigkeiten zu erlauben. In bzw. vor Stationen (hauptsächlich auf geschlossenen Strecken) ist meist ein Bremsband aus Gummi, auf das die Unterseite der Schlitten auffährt und durch die Reibung darauf abgebremst wird. Auf diesem Förderband werden die zum Stillstand gekommenen Schlitten dann weitertransportiert. Bei einigen Bahnen ist vor dem Band auch noch eine (sanftere) Selektivbremse eingebaut. Diese besteht aus drei Stufen, in denen jeweils die Geschwindigkeit gemessen wird und bei Bedarf der Schlitten von einem mit Magnetkraft (durch dann eingeschaltete Elektromagnete) sich an den Schlitten heftenden, in der Bahn eingebauten, Bremsklotz verzögert wird. Dies wiederholt sich dann nach Bedarf noch zwei Mal.


Edelstahlwanne mit erhöhter Kurve



Selektivbremse (in der Mitte der Bahn sind die Magnetelement zu erkennen, die sich nach oben an die Schlittenunterseite ziehen)
  

 

Fahrzeuge

Mittlerweile gibt es drei unterschiedliche Schlittengenerationen. Allen gemeinsam ist, dass sie auf einem stabilen Metallfahrgestell aufgebaut sind, wodurch die Schlitten relativ schwer sind.
Der Rutscher läuft in der Mitte klappbar auf einer Achse mit Rollen, vorne und hinten rutscht er auf Kunststoffkufen. Dies war die erste Schlittengeneration, die besonders für steile Anlagen geeignet ist. Durch die Rutscher fahren sich diese Schlitten am bobartigsten.
Die Rollversion hat vorne und hinten je eine Achse mit Rollen. Auf diesen rollt der Schlitten besonders auf flacheren Anlagen gut.
Eine Weiterentwicklung davon ist der Twinbob, der ebenfalls komplett auf Rollen Läuft aber ein neues Design mit Rückenlehne bekommen hat.
Alle Schlitten gibt es als 2-Personen-Version, die Rutsch- und die Rollversion auch als Einsitzer.
Die Roll- und Rutschschlitten haben jeweils einen zwischen den Beinen angeordneten, der Twinbob zwei seitlich angebrachte Bremshebel. Ohne Betätigung der Hebel werden Bremsgummis von Federn auf die Stahlwanne gedrückt. Zum fahren wird der Hebel nach vorne gedrückt, wodurch die Bremsklötze von der Wanne abgehoben werden. Zum Bremsen wird an dem Hebel gezogen und so die Bremsgummis auf die Fahrbahn gedrückt und durch die Reibung gebremst.
Für den Regenbetrieb gibt es (bei manchen Bahnen) zusätzliche aufsteckbare Nässe-Brems-Gummis aus weicherem Gummi, die eine höhere Reibung haben, so dass auch bei Nässe Bremsen möglich ist.
In den Rollen der Schlitten kann auch eine automatische Fliehkraftbremse eingebaut werden, die die mögliche Höchstgeschwindigkeit begrenzt (meist auf ca 40km/h)
Als Transportsystem zum Startpunkt kommt meist der von Wiegand entwickelten Lifter oder ein Schlepplift   zum Einsatz. Bei einigen Bahnen werden aber auch Sessellifte oder Seilbahnen benutzt.


Rutschversion (zu erkennen ist der Knick in der Mitte des Schlittens am Gelenk)


http://www.seiroba.de/typo3temp/pics/2d8e977553.jpg
Rollversion

http://www.wiegandslide.com/typo3temp/pics/2f7757a9b5.jpg
Twinbob





Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 10. Januar 2007 )
 
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